Zum Sonne-Tanken ins Freie tragen?

Bartagamen brauchen List. Als tagaktive Steppen- und Halbwüsten-Bewohner aus Australien brauchen sie sogar sehr viel Licht. Aber nicht nur hell sollte es sein sondern auch die richtige Helligkeit (Farbtemperatur) muss es haben und Wärme und UV-Anteil müssen ebenfalls passen.

In Mitteleuropa kann die Sonne im Hochsommer all das bieten.

Sollte man seine Tiere an sonnigen Tagen also ins Freihe tragen?

Nicht für einzelne Stunden!

Wer seine Tiere nur einzelne Stunden natürliche Sonne bieten kann sollte davon besser ganz absehen.

Keine Alternative zu guter Terrarium Beleuchtung

Zum einen muss die Beleuchtung im Terrarium sowieso so gewählt sein, dass natürliches Sonnenlicht erst gar nicht notwendig ist. Es darf den Tieren im Terrarium an Nichts fehlen. UV Werte, Termperaturen und Helligkeit müssen im Terrarium so gut gewählt sein, dass die Tiere all ihre körperlichen Bedürfnisse decken können. Verdauung, Vitamin Synthetisierung, etc. Genau das macht die Bartagamen-Haltung schwerer als viele Anfänger zunächst denken, ist aber eine absolute Grundvoraussetzung.

Bartagamen sind territoriale Tiere

Zum anderen sind Bartgamen territoriale Tiere. Sie ständig hin und her zu tragen entspricht nicht ihrer Natur. Sie verlieren dabei ihr angestammtes und bekanntes Revier. Auch wenn die Tiere das nicht ausdrücken können, fühlen sie sich in neuen Umgebungen zunächst immer unbehaglich. Wenn sie ein Revier abgesteckt achten sie darin auch auf Eindringlinge, verteidigen es gegen Artgenossen und haben erhöhte Sonnen- und Ansitz-Plätze. Dazu muss ihr Revier aber permanent bleiben und sie Gelegenheit haben es zu erkunden und abzustecken.

Die beste Alternative zum Hin- und Her-Tragen

Als sehr gute Alternative zum Hin- und Her-Tragen eignet sich ein permanentes Freigehäge für den Hochsommer. Das ist dann aber ein spezielles Gehäge mit Windschutz, Verstecken, Sonnenplätzen, Raubvogelschutz etc. Dort können die Tiere über Wochen hinweg im Hochsommer die direkte Sonne genießen ohne ständig hantiert werden zu müssen. Eventuell gibt es dort dann sogar eine Notfall-Beleuchtung für Schlechtwetter Tage. Der springende Punkt ist, dass die Tiere in so einem Freigehäge längere Zeit verbringen können und so ihr Revier nicht ständig verlassen müssen.

Natürlich ist so ein Freigehäge auch nicht überall möglich. Es muss schon Richtung Süden zeigen und maximal viel Sonne abbekommen. Auch die geografische Lage ist wichtig. Zu hoch im Norden oder zu weit am Berg oben darf es nicht sein. In direkter Mittagssonne sollte es schon mediterran werden. Auch braucht so ein Freigehäge viel Platz. Zumindest so viel wie auch ein Terrarium.

Fazit

Natürliches Sonnenlicht ist keine Alternative für unzureichende Beleuchtung im Terrarium. Eine perfekte Terrarium-Beleuchtung ist Grundvoraussetzung für die Haltung.

Als territoriale Tiere sollten Bartagamen nicht ständig in eine neue Umgebung gesetzt werden. Sie brauchen Gelegenheit ihr Revier zu erkunden und abzustecken.

Wer den notwendigen Platz und ausreichend direkte Sonne hat kann für den Hochsommer ein eigenes Freigehäge bauen in dem die Tiere mehrere Wochen, auch über Nacht, verbleiben können.

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