Der perfekte Bodengrund

Den perfekten Bodengrund für die Bartagamen Haltung anzumischen ist weder schwer noch teuer. Dennoch werden hier immer wieder große Fehler gemacht.

Kriterien für den perfekten Bodengrund

  • Füße dürfen nicht einsinken
    Wenn die Tiere mit ihren Füßen einsinken ist das Substrat zu locker. Das ist auf Dauer sehr schädlich für die Gelenke.
  • Grabfähig für Höhlenbau
    Die Tiere graben gerne enge Höhlen. Das Substrat darf dabei nicht zusammenbrechen.
  • Bodengrund muss leicht feucht sein
    Im untersten Bereich muss das Substrat leicht feucht sein. Das ist wichtig für die Gesundheit der Tiere, die Höhlen gezielt als kühle und leicht feuchte Rückzugsmöglichkeiten nutzen. Im Terrarium sollten verschiedene Zonen gebildet werden.
  • 20-35 cm tief
    Sowohl für Männchen als auch Weibchen sollte das Substrat min. 20 cm tief sein. Gerne mehr. Besonders Weibchen brauchen für die Eiablage im Frühling ein tieferes Substrat von min. 30 cm. Das muss nicht im ganzen Terrarium so tief sein, aber an einigen Stellen mit unterschiedlicher Feuchtigkeit.

Der perfekte Bodengrund

Gut geeignet ist eine Mischung aus Lehmpulver und Spielkastensand. Das wird in einem Verhältnis von Lehmpulver : Spielkastensand von 1 : 5-7 angemischt. Ist das Gemisch sehr trocken muss es nochmal angefeuchtet werden damit es im Terrarium besser aushärten kann.

Der Sand kann auch mit Gartenerde ergänzt werden. Je nach Optik die man erreiche will.

Der Spielkastensand muss unbehandelt sein. Viele Marken behandeln den Sand gegen Hunde oder Katzen mit ätherischen Ölen. Das ist nicht für das Terrarium geeignet. Außerdem muss der Sand abgerundet sein.

Im Baumarkt oder online bekommt man passenden Sand in der Regel ohne Probleme. Lehmpulver muss zumeist online bestellt werden (ebay, amazon).

Im Zoofachhandel und online werden auch spezielle Fertig-Mischungen Terrarium-Sand angeboten. Diese sind in der Regel recht teuer aber bereits mit Lehmpulver vermischt und eingefärbt. Auch dieser Sand ist gut geeignet, wenn einem die Optik den deutlichen Aufpreis wert ist.

Lehmpulver ist online in verschiedenen Farben und Mengen erhältlich. z.B. auf Amazon.de

Richtig Anmischen

Das Lehm – Sand (und eventuell Erde) Gemisch wird etwa im Verhältnis 1 : 5-7 angemischt. Das Gemisch sollte noch leicht feucht sein, damit es im Terrarium gut aushärten kann. Achtung, das Lehm-Pulver kann stark stauben. Wer direkt im Terrarium anmischt sollte danach vor allem die Lampen und Glasscheiben gut reinigen oder vorsorglich vorher heraus nehmen.

Während das Substrat noch antrocknet und aushärtet sollten die Tiere nicht im Terrarium sein, da die Luftfeuchtigkeit über Tage hinweg deutlich zu hoch sein wird. Gut geeignet ist daher der Zeitpunkt wenn die Tiere noch in Winterruhe oder in einem Freigehege sind.

Pflege und Erneuerung

Kot und Futtertier-Reste sollten aus Hygiene-Gründen täglich entfernt werden. Dabei auch den umliegenden Sand mit wegschmeißen.

Pflanzen-Futterreste können im Terrarium bleiben und dürfen auch gerne austrocknen. Das ist nur eine Frage der Optik. Die Tiere essen auch gerne vertrocknete Futterpflanzen – das ist sogar gut für ihre Verdauung.

Darüber wie oft das Substrat komplett ausgetauscht werden soll streiten sich die Experten. Wir nutzen jährlich die Winterruhe um das alte Substrat komplett zu entfernen und einen neuen Bodengrund vorzubereiten.

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2 thoughts on “Der perfekte Bodengrund

  • Anonymous

    Wie wäre denn das Mischverhältnis bei sand- Gartenerde? Kann man normale blumenerde nehmen die es zu kaufen gibt? Danke im voraus

    • Hi, das kann man so pauschal nicht sagen. Das kommt drauf an wie lehmhaltig die Erde aus deinem Garten ist. Bei uns ist in tieferen Schichten an manchen Stellen die Erde so extrem lehmhaltig, dass sie im trockenen Zustand knochenhart wird. Das würde ich den Krallen der Tiere nicht antun wollen. An anderen Stellen und vor allem in höheren Schichten ist der Lehmanteil dann wieder so, dass man die Erde sogar ganz ohne Sand verwenden könnte. Hier muss man sich herantasten und einfach auf die Kriterien aus dem Artikel achten: Nicht so lose wie reiner Sand (sehr schlecht für die Gelenke) und gut grabfähig muss es sein. Also nicht zu hart im trockenen Zustand aber die Höhlen dürfen auch nicht einfach einbrechen.

      Normale Blumenerde ist aber auf jeden Fall zu lose. Die würde ich mit Sand und vor allem Lehmpulver mischen, anfeuchten und durchtrocknen lassen um einen guten Bodengrund zu erreichen. Ich bevorzuge aber Gartenerde weil ich weiß, dass da seit min 30 Jahren keine Dünger und Insektizide draufgesprüht wurden. 😉

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